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Klaipėda Artikel
Klaipėda ist eine litauische Hafen- und Hansestadt in dem historischen Memelland - rund 120 km nordöstlich (Luftlinie über die Ostsee) von Kaliningrad (Königsberg) und etwa 290 km nordwestlich der Landeshauptstadt Wilna am nördlichen Ende der Kurischen Nehrung gelegen. Die Stadt ist auch unter ihrem historischen Namen Memel bekannt.
Buch-Tipp: Das große Wimmelbilderbuch. Durch Stadt und Land. Maxiausgabe (Bilderbücher) Der Kauf hat sich gelohnt! Ich finde das Buch toll. Es ist schön gezeichnet, besonders die Personen in ihren Tätigkeiten. Es sind wirklich hunderte kleine Geschichten in diesem Buch versteckt. Ab und zu ist die Geschichte der Bilder ein wenig verrückt, aber ich finde das eher positiv. So kann man seiner Phantasie freien lauf lassen, zB woher... | |
Bis zu dem Ende des Zweiten Weltkriegs lebten hier viele Deutsche, heute bildet die litauische Ostseeküste den Schwerpunkt der russischen Minderheit in Litauen. Die bei weitem größte Bevölkerungsgruppe bilden jedoch die Litauer.
Buch-Tipp: Der König der purpurnen Stadt. wundervolle Lesestunden auf beinahe 1 Tausend Seiten!!! Rebecca Gable führt durch einige Jahre des Londoner Jonah Durham. Dieser wird trotz aller Schwierigkeiten mit seinem Vetter Rupert Hillock, der auch sein Lehrherr ist, zu einem angesehenen und reichen Tuchhändler - auch Dank seiner guten Verbindung zu dem Hof und dort speziell zu Königin Philippa.... |
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Buch-Tipp: Die Prußen. Ein sympathisches Volk zwischen Weichsel und Memel (Ostpreußisches Mosaik) Sehr gute Beschreibung der Prussen in dem alten Preussenland Karl Baumann hat es geschafft, die geschriebene Historie und das mehr als 2 Tausend Jahre alte Wissen ueber die Prussen in einem leicht verstaendlichen Buch zusammen zu fassen. Viele Schwierigkeiten und Kaempfe wurden durch Big Power-Maechte, angefangen mit Kreuzrittern unter Boleslaw I Chrobry im... |
Ursprung und Stadtgründung |
Historische Zeichnung der Stadt Memel
Das Gebiet um das heutige Klaipėda war seit mindestens der Zeitwende Siedlungsgebiet baltischer Stämme, die in dem 13. Jahrhundert an dieser Stelle die Burg Klaipėda gründeten.
Da dieses Gebiet die Verbindung zwischen dem Gebiet des Deutschen Ordens und dem des Schwertbrüderordens unterbrach, wurde die Stadt und die Burg durch den Deutschen Orden erobert und 1252 als Burg bzw. Stadt Memel vom Livländischen Schwertbrüderorden (vertreten durch Eberhard von Seyne) übernommen.
Trotz Sicherung dieser strategisch wichtigen Burg rissen die Konflikte nicht ab.
Grund waren die versuchte Christianisierung und der Versuch des Ritterordens, Litauen politisch unter Kontrolle zu bringen. Auf diese Versuche folgten Angriffe durch die Kuren, Aukstaiten und Zemaiten.
Im Jahre 1254 wurde Memel Hansestadt, es erhielt 1257 das lübische Stadtrecht, und wurde urkundlich als "Memele castrum" (Memelburg, auch Mimmelburg) erwähnt.
1328 gingen Burg und Stadt an den Deutschen Orden über, wodurch Memel dann erst Teil des Ordensstaates und 1525 Teil des Herzogtums Preußen wurde.
Aufgrund der Bedrohung durch die Orden schlossen sich 1323 die ost-baltischen Stämme unter dem Fürsten Gediminas zu dem ersten litauischen Reich zusammen.
Die Folgejahre sahen viele kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Orden und den umliegenden Ländern und Städten (Litauen, Danzig, Polen, Königsberg, Elbing), in deren Folge die Stadt mehrmals geplündert oder abgebrannt wurde (1379, 1409, 1456, 1459, 1464, 1520).
Seit dem Frieden von Melno-See von 1422, im Memel dem Deutschen Orden zugesprochen wurde, kam das Land etwas zur Ruhe. Die Grenze zwischen Preußen und Litauen war eine der am längsten unveränderten Grenzen in Europa und währte bis 1923.
Buch-Tipp: Die Stadt der Blinden. Der Mensch ist des Menschen Wolf Nobelpreisträger Saramago illustriert mit seinem Werk äußerst plastisch, wie zerbrechlich die menschliche Zivilisiertheit ist. Nachdem sich die Epidemie einer weißen Blindheit über die Bewohner einer Stadt gelegt hat, dauert es ca. wenige Tage, bis die alten Regeln eines zivilisierten Miteinanders außer Kraft... |
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Im Jahre 1475 erhielt Memel das Kulmer Stadtrecht, auch Kölmisches Recht genannt, und stieg damit in den Rang einer preußischen Landstadt auf.
Die Einwohner wurden 1525 in Folge der Reformation mit Albrecht von Brandenburg-Preußen evangelisch-lutherisch.
Memel erstarkte in den folgenden Jahren wirtschaftlich, bis es in dem Dreißigjährigen Krieg von 1629-1635 unter schwedische Verwaltung geriet.
Im Nordischen Krieg wurde Memel 1678 von schwedischen Truppen eingenommen und abgebrannt.
Von diesem Schlag erholte sich die Stadt ca. langsam.
Im Siebenjährigen Krieg wurde Memel von 1756-62 von Russland besetzt.
Es folgte eine Zeit der wirtschaftlichen Erholung, bedingt durch einen Ausbau der Holzwirtschaft (Schiffbau).
Die Napoleonischen Kriege gingen an Memel vorbei.
Ein weiterer wirtschaftlicher Aufschwung wurde 1854 von einem Großfeuer, das weite Teile der Stadt vernichtet, ca. kurzzeitig unterbrochen.
1871 wurde Memel Teil des Deutschen Kaiserreichs.
Im Ersten Weltkrieg wurde Memel 1915 kurzzeitig von russischen Truppen besetzt.
Buch-Tipp: Die Stadt der träumenden Bücher. Ein Roman aus Zamonien von Hildegunst von Mythenmetz Eine wahrhaftig wunderschöne Libeserklärung ans Lesen! Ich muss zugeben, "Die Stadt der träumenden Bücher" ist das erste Buch, das ich von Käpt'n Blaubär-Erfinder Walter Moers gelesen habe. Lange stand ich in dem Buchladen dafür und überlegte mir, ob ich es kaufen soll. Schon die Umschlagsgestaltung gefiel mir dann doch so gut, dass ich das Buch... |
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Der Vertrag von Versailles bestimmte in Artikel 99, dass das Memelgebiet ohne vorige Volksabstimmung (wie es eigentlich bei allen Gebietsveränderungen vorgesehen war) vom Deutschen Reich abgetrennt und unter französische Verwaltung gestellt werden sollte.
Diese Bestimmung trat am 15.02 1920 in Kraft und führte zu einer autonomen deutschen Verwaltung unter französischer Herrschaft (Völkerbundsmandat)
Buch-Tipp: Die Stadt der wilden Götter. ECHT KLASSE !!! Die Stadt der wilden Götter ist echt toll, weil man
richtig eintauchen kann. Alex und Nadia in dem Regenwald
zu begleiten ist sehr schön. Als ich mit dem Buch fertig
war war ich traurig, aber da hatte ich noch nicht gewusst,
dass es noch zwei weitere bücher von Alex und Nadia gibt.
Im Reich des goldenen Drachen und In dem Bann der Masken.... |
Litauen (zwischen den Weltkriegen) | |
Diese endete, als Litauen 1923 das Memelland besetzte.
1925 garantierten die Siegermächte (Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan) einen Sonderstatus des Memellandes (Memelkonvention ), der die Autonomie der deutschen Bevölkerung unter litauischer Verwaltung sicherstellen sollte.
Die Situation zwischen Deutschen und Litauern blieb gespannt, und die Einführung des Kriegsrechtes in dem Jahre 1926 behinderte die autonome deutsche Verwaltung.
Wahlergebnisse in den Folgejahren belegten eine deutsche Mehrheit in dem Memelland. Bei den 1938 gehaltenen Verhandlungen, welche von Litauen initiiert wurden, stimmten die Memelländer zu 12 % für Litauen und zu 88 % für Deutschland.
Buch-Tipp: Die schönsten Märchen. CD. Toll wenn man wieder mal ein echtes Märchen hört. . . Ideal um es auf der Autobahn während eintöniger Berufs- oder Urlaubsfahrten zu hören. Man hat die klassischen Märchen wie z. B. den Wettlauf zwischen Hase und Igel, oder das Märchen vom Schlaraffenland ja noch irgendwie aus der Kindheit in dem Ohr, aber wenn man das ganze professionel von... |
Deutsches Reich (Zweiter Weltkrieg) | |
Litauen gab das Memelland zu dem 22. März 1939 auf Druck der Nationalsozialisten an Deutschland zurück, da es sich Hilfe gegen Polen versprach, welches die litauische Hauptstadt Wilna besetzt hielt.
1941 wurden in dem Memelland Truppen zu dem Ostfeldzug zusammengezogen.
Die Stadt wurde in dem Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe und Kampfhandlungen zur Hälfte zerstört, und nach Verlassen der Zivilbevölkerung in dem Oktober 1944 auch vom Militär in dem Januar 1945 aufgegeben.
Buch-Tipp: Die vergessene Stadt. Herrscher der drei Reiche. Die Zauberschiffe 05 + 06. toll, einfach gut. Habe mir das Buch vorbestellt, es letzten Freitag bekommen und das Wochenende damit verbracht bis ich es durch hatte. Es lässt einfach einen nicht los. . .
Wer die Vorgeschichte kennt, muss den Schluss auch lesen.
Dieser arrogante Drache nervt schon etwas, aber ansonsten wachsen alle anderen Charaktere mit der Geschichte mit... |
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Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Memel von der Sowjetunion in Klaipėda (eine alte litauische Nennung, die zwar auch schon in dem 19. Jahrhundert in der preußischen Verwaltung zeitweise Verwendung fand, aber erst 1925 von den Litauern offiziell eingeführt wurde) umbenannt und zusammen mit dem ehemaligen Memelgebiet in die Litauische Sowjetrepublik (LTSR) eingegliedert.
Buch-Tipp: DuMont Reise-Taschenbuch Rom Gut aber nicht perfekt Der Führer durfte mich in Rom begleiten und den Weg weisen (oder auch nicht). Letzteres ist auch mein großer Kritikpunkt an diesem Werk, ich finde den Stadtplan sehr unpraktisch und unübersichtlich. Die Gebiete sind willkürlich und unübersichtlich auf einzelne oder mehrere Seiten verteilt, die Logik der Anordnung hat sich... |
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Springbrunnen 'Ännchen von Tharau'
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde Litauen 1990 unabhängig und macht Klaipėda zu einer freien Wirtschaftszone. Seitdem erlebte die Stadt einen starken Wirtschaftsaufschwung, der bis heute anhält und sich zu einem nicht kleinen Anteil darauf gründet, dass der benachbarte Hafen Kaliningrad in einer Enklave (innerhalb der EU) liegt, was die Grenzabfertigungen verkompliziert und der Hafen Klaipėda somit attraktiver ist.
Buch-Tipp: Gebrauchsanweisung für Rom. Besser als jeder Reiseführer Das Buch war für mich eine Offenbarung. Als Italienischdozentin und Romliebhaberin habe ich es verschlungen. Obwohl ich schon viel über Rom gelesen habe und ein Jahr lang selbst das Glück hatte, die Stadt und ihre Einwohner vor Ort in ihrem Alltag auf mich wirken zu lassen, gab mir das Buch noch zahlreiche, gut recherchierte... |
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Buch-Tipp: Höfer Straßenkarten, Nördliches Ostpreußen (mit Memelland). Maßst. 1:200.000. Die sehr aktuelle Straßenkarte vom nördlichen Ostpreussen Diese Straßenkarte ist sehr detailliert und für das Reisen vor Ort sehr gut geeignet. Auch kleinste Dörfer, Ortschaften und Reste davon sind verzeichnet. Dennoch erhält man einen guten Überblick. Besonders hilfreich ist die zweisprachige Nennung der Orte, sowohl litauisch - deutsch... |
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Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Busverkehr (meist gebrauchte Volvo- oder Mercedes-Benz-Busse) und den Linientaxis gefahren. Unter Linientaxis versteht man, dass Busse etwa in Größe eines Ford-Transit-Busses auf bestimmten Linien fahren, die per Anhalter angehalten werden können. Der Preis beträgt am Tag 1 Lt (ca. 0,35 €), in dem Nachttarif 2 Lt (ca.0,70 €). Man kann solange fahren, wie man will.
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Klaipeda ist seit 1875 ans Eisenbahnnetz angeschlossen. Die Strecke nach Pagegiai/Pogegen war bis zu dem Ersten Weltkrieg die einzige Eisenbahnverbindung; heute wird sie ca. noch einmal täglich von Nahverkehrszügen befahren. Die heute wichtigste Eisenbahnverbindung führt über Šiauliai nach Wilna. Auf dieser Strecke verkehren täglich drei Fernzüge (davon ein Nachtzug) und drei Regionalzüge. Die Züge werden von der Litauischen Staatseisenbahn (Lietuvos Geleinkeliai ) betrieben.
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In Klaipėda befindet sich eine malerische Fachwerkaltstadt. Das Wahrzeichen der Stadt ist das Simon Dach-Denkmal mit dem Ännchen von Tharau auf dem Theaterplatz. In Klaipėda befinden sich außerdem zwei historische Postämter. Da während der sowjetischen Besetzung die Kirchen in der Altstadt (vor allem St. Johannes) zerstört wurden, finden sich ca. relativ kleine Gotteshäuser in der Neustadt oder außerhalb. Die evangelisch-lutherische Gemeinde hat ein ehemaliges Privathaus in der Altstadt bezogen. In dem nahegelegenen Nida (deutsch historisch Nidden), das heute der Hauptort der Gemeinde Neringa ist, steht das ehemalige Sommerhaus von Thomas Mann. Nördlich von Klaipėda liegt der wichtigste Badeort Litauens, Palanga, wo sich auch der nächste Flughafen befindet.
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Das bekannte Lied Ännchen von Tharau wurde von dem 1605 in Memel geborenen Simon Dach gedichtet.
In Klaipeda gibt es auch eine bilinguale (Deutsch/Litauisch) Schule, die Hermann-Südermann -Schule.
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